Geschichte der Reformation in Halle
Schaut man mit dem Abstand von fünf Jahrhunderten auf die Geschichte der Reformation in Mitteldeutschland, so wird dem Betrachter schnell deutlich, dass Martin Luther, jenes „kleine Mönchlein aus Wittenberg“, nicht in einem isolierten Raum lebte und wirkte.
Gott handelte und bewies auch in jener Zeit einmal mehr die biblische Wahrheit von Sprüche 21,1:
Der Allmächtige Gott setzte Luther zur richtigen Zeit an den richtigen Ort und sorgte dafür, dass dessen persönliche Wiederentdeckung der biblischen Gnade die Welt erschütterte. Dabei bewahrte ER Luther in allen inneren und äußeren Angriffen und behütete ihn davor, nicht wie so viele Glaubenshelden vor und nach ihm, den Märtyrertod zu sterben.

Auch wenn die Reformation in Halle/Saale erst im Jahre 1541 mit dem als Halleschen Reformator geltenden Justus Jonas (1495-1555) eine bleibende Stimme erhielt, hatten die Lehren der Reformation bereits vorher einige Wirkung erzielt.


Wohl bei dem letzten Aufenthalt in Halle schenkte Luther Jonas ein Glas mit folgender Widmung:
Ein Glas schenkt Luther, der selbst Glas, dem Jonas, der auch wie Glas, damit beide erkennen mögen, daß sie dem Glas ähnlich zerbrechlich sind.
(Quelle: Justus Jonas von W.Delius, Evangelische Verlagsanstalt GmbH 1952, S.101f.)
sola scriptura | – allein durch die Schrift |
sola fide | – allein durch Glauben |
sola gratia | – allein durch Gnade |
solus Christus | – allein Christus |
soli deo gloria | – Gott allein zur Ehre |